Bündnis Vortrag - 05.09.2023 „Die Dreigliederung des Geldes und die Spiritualisierung der Volkswirtschaftslehre als Grundaufgabe der Anthroposophie“
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Beschreibung
Reformwillige Menschen sind häufig der Auffassung, dass die Misere der Gegenwart nur dann überwunden werden könnte, wenn bestimmte gesellschaftliche Einrichtungen, wie z.B. das Geldwesen, verändert werden würden. Dabei verkennen sie vollkommen, die hindernden Kräfte, die gegenwärtig noch am Werke sind. Diese geistigen Kräfte können nur überwunden werden, wenn sie auch erkannt werden. Zudem müssen Bedingungen geschaffen werden, die die Begründung einer spiritualisierten Volkswirtschaft ermöglichen. Eine solche Begründung kann nicht gelingen, wenn zu „wenig Bereitschaft vorhanden ist, ein tieferes Verständnis dieser Dinge sich zu erarbeiten“. Man müsse, so Rudolf Steiner in einem Vortrag von 1917, hierbei „auf die unmittelbar praktische Anwendung in größerem Maße“ zumindest eine Zeitlang wenigstens verzichten. Es sei viel wichtiger, darüber zu denken, wodurch sich denn die Volkswirtschaft spiritualisieren kann, als zugleich etwas realisieren wollen. Die Ökonomin Samirah Kenawi, die in dem Dokumentarfilm Oeconomia in kluger Weise die Akteure des Finanzmarkt befragt, hat mittlerweile ein vierbändiges Werk zum Thema Geld vorgelegt. Interessant ist, dass Sie aus ihren Beobachtungen zu Grundgedanken gelangt, die sowohl dem Begriff des Kaufgeldes als auch des Leihgeldes im Ansatz Rudolf Steiners sehr nahe kommen. Um zum Begriff des Schenkungsgeldes zu gelangen, müsste sie zur Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus durchstoßen. Im Vortrag sollen ihre Gedanken mit dem Ansatz Steiners verglichen werden und dabei die Bedeutung des Geisteslebens als aufbauende Kraft des sozialen Organismus herausgearbeitet werden.
