Die Anthroposophie
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DAS WESEN DER ANTHROPOSOPHIE
Wir wollen zunächst den Begriff “Anthroposophie” betrachten:
“Das ist das Wesen der Anthroposophie,
daß ihr eigenes Wesen besteht in dem,
was des Menschen Wesen ist; und das ist das Wesen ihrer Wirksamkeit,
daß der Mensch das, was er selber ist, in der Anthroposophie empfängt
und es vor sich hinstellen muß, weil er Selbsterkenntnis üben muß.”
In dem gleichen Vortrag beschreibt Rudolf Steiner das Wesen (die Idee, den Begriff) der Anthroposophie, auch wie folgt:
“Die Anthroposophie will das, was man naturwissenschaftlich in Gewissen Grenzen entwickeln kann,
weiterführen bis zur Erfassung der sogenannten übersinnlichen Welten,
bis zu der Erfassung derjenigen Daseinsrätsel,
welche vor allen Dingen die tiefsten Sehnsüchten der menschlichen Seele selber betreffen:
die Sehnsucht nach der Erforschung des Ewigen in der menschlichen Seele
und des Zusammenhanges dieser Seele mit den göttlich-geistigen Untergründen des Daseins.”
Rudolf Steiner
Elberfeld, 24. Januar 1922
Die heilige Forderung – wie sie Rudolf Steiner nennt – am Eingang
des griechischen Heiligtums lautete dazu: “O Mensch, erkenne Dich selbst!”
dass es um die großen Fragen des menschlichen Seins und des ganzen Kosmos geht.
In den Anthroposophischen Leitsätzen finden wir dazu folgenden Textstelle:
“Die Selbstbeobachtung bildet den Anfang der Geistbeobachtung.
Und Sie kann deshalb den rechten Anfang bilden,
weil der Mensch bei wahrer Besinnung nicht bei ihr stehen bleiben kann,
sondern von ihr fortschreiten muß zu weiterem geistigen Weltinhalt. …”
Rudolf Steiner
Anthroposophischer Leitsatz 22
