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Rudolf Steiner Gesellschaft

In der Rudolf Steiner Gesellschaft werden Projekte entwickelt und umgesetzt – also Anthroposophie gelebt.

 

BÜNDNIS SOZIALE DREIGLIEDERUNG

Diese zukunftsweisende Gesellschaftsform wird dazu beitragen frei zu sein. Deshalb muss sie bekannt werden, umgesetzt werden, da sie tatsächlich ein gutes Leben in Freiheit für alle Menschen zum Ziel hat. Mach mit, sei dabei, für Deine Kinder, Enkelkinder und Dich selbst.

Mehr dazu auf 
sozialedreigliederung.org
Alle Bündnisvorträge findest Du hier im Shop.

 

FESTE IM JAHRESLAUF


„Wir dürfen nicht unterschätzen,
welche Bedeutung für die Menschhei
so etwas hat wie die Hinlenkung
aller Aufmerksamkeit
auf eine Festzeit des Jahres“


(R.ST.GA223, Dritter Vortrag 2.April1923)


Wenn wir zurückblicken in vergangene Zeiten, so waren die Menschen in diesen noch eng verbunden mit den Rhythmen der Natur – dem Jahreslauf bis hin zum Tageslauf. Durch das Eingebunden sein ihres menschlich-natürlichen Wesens in die Abläufe der Natur, mit den wechselnden Jahreszeiten, war für die Menschen die Wirkung der Sonnen- und Planetenkräfte, der Schöpferkräfte hinter der Natur instinktiv erlebbar und erfahrbar. Es war für die Menschen Realität. Sie erlebten dann mit, wie allmählich die Natur ihre Verwandlungen, ihre Metamorphosen durchmachte. Aus diesem Erleben heraus, aus der religiösen Verbundenheit damit, entstanden die im Brauchtum teilweise bis heute erhaltenen Traditionen der Jahresfeste. In großen bildhaften Vorstellungen stellte sich in den Festen vor die Menschen hin, was sie im Erleben der Natur empfanden.


Im Laufe der letzten Jahrhunderte ist vielen Menschen die selbstverständliche Wahrnehmung und ein Wissen um die schöpferischen Kräfte hinter der Natur immer mehr verloren gegangen. Für uns heutige Menschen bedeutet dies, dass wir intellektueller und gegenwartsbezogener an die Dinge herangehen. Die nur materialistische, naturwissenschaftliche Betrachtung der Welt, als alleinige Realität, ist heute vielfach das herrschende Paradigma.

Richtig daran ist, heute bemühen wir uns darum, Aberglauben abzuschaffen. Das als wahr Erkannte muss reproduzierbar und einer Widerlegung stand halten. Welche Ebenen wir dabei, rein aus weltanschaulichen Gründen ausschließen, ist eine andere Frage.


Das Zusammenwirken der Himmelskräfte und der Erde wurde also zunehmend getrennt und als nicht existent erlebt, umso mehr, wie die materialistische Einstellung der Naturwissenschaften voranschritt.


Wir finden zwar auch in der heutigen Gesellschaft noch die alten Traditionen – z.B. Sonnwendfeuer, auch in den christlichen Jahresfesten finden wir sie. Doch der Sinn und ein spirituelles Wissen darum sind größten Teils verloren gegangen und ist nun auch oft einem nur wirtschaftlichen Interesse und Konsum gewichen.


Das Gute daran ist: Mit dieser Entwicklung ging eine zunehmende Individualisierung des Menschen einher. Jeder Einzelne stellt seine Fragen und möchte es selber verstehen. Von außen her geführte Traditionen- (z. B. Kirchen), empfinden viele nicht mehr als zeitgemäß. Der Mensch scheint auf der einen Seite jetzt wie gefangen in seinen materialistischen Ansichten, Ansprüchen und Denken, auf der anderen Seite tun sich, wie aus einer tiefen inneren Sehnsucht heraus, in den menschlichen Seelen die immer dagewesenen Fragen auf, nach einem: Woher komme ich? Und wohin gehe ich? Was ist der tiefere Sinn im Leben?
Mit dem Zurückgehen der Traditionen und dem Brauchtum ist auch zunehmend der dörfliche wie auch der familiäre Zusammenhalt geschwunden. Gemeinschaftliche Feste und deren Sinn ist oft verloren gegangen.
Das vertiefte Ergreifen der Feste im Jahreskreis ist essenziell für eine neuerliche Verbindung der Menschen mit der geistigen Welt. In der heutigen Zeit sind wir aufgerufen uns die Zusammenhänge wieder bewusst zu machen und uns auf die geistigen Hintergründe der Feste zu besinnen.


„Wie alles sich zum Ganzen webt,
Eins in dem anderen wirkt und lebt!
Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen
Und sich die goldenen Eimer reichen!
Mit segenduftenden Schwingen
Vom Himmel durch die Erde dringen,
Harmonisch all das All Durchklingen!”


(J.W. Goethe, Werke, Dramatische Dichtungen)

 
 
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